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Carausius morosus (Indische Stabschrecke)


Klasse: Insecta (Insekten)
Ordnung: Phasmatodea (Gespenstschrecken)
Familie: Phasmatidae (Stabinsekten)
Gattung: Carausius
Art: Carausius morosus (Indische Stabschrecke)


Bild der Art


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Beschreibung:
Der Körper ist schlank und gerade. Mit Eintritt der Geschlechtsreife färbt sich die Innenseite der Vorderbeine rot. Bei Gefahr lässt sich Carausus morosus fallen und legt die Beine eng am Körper an. Sie stellt sich tot.

Sie lassen sich sehr einfach halten und sind auch für Anfänger geeignet.
Lt. Katrin Engbrecht ist die Vergeselschaftung mit Phyllium celebicum möglich.

Im Terrarium meist parthenogenetischen Vermehrung.

Alias:
gemeine Stabheuschrecke
Indische Stabheuschrecke
gemeine Stabschrecke

Erstbeschreibung: Sinety (1901)

maximale Grösse: 9 cm

Preis (ca.): 0.6 Euro

maximales Alter: 1 Jahre

Mindestbeckengrösse: 60 cm

Region: Substratgebunden

Futter:
Blätter von Brombeere, Liguster, Efeu, Weßdorn, Feuerdorn, Rose, Fosythie, Flieder, Eiche, Hasel, Rhododendron, Tradeskastanie, Ficus, Narzisse, Avocado, Schönmalve, Kannenpflanze, Petersilie, Kartoffel, Croton und Geranie.

Heimat:
Ihr natürlicher Lebensraum sind tropische Wälder in Vorder- und Südindien, China, Japan, sowie der Bereich der großen Sundainseln. Sie bevorzugen Landschaften mit Strauchvegetation.

Zucht:
Zwischen 500-1.000 Weibchen befindet sich meist nur ein Männchen. Bei Abwesenheit von Männchen oder in Gefangenschaft vermehren sich die ausgewachsenen Weibchen parthenogenetisch, das heißt per Jungfernzeugung.

Die Tiere werfen meist nachts ihre Eier, die nicht befruchtet werden müssen, einzeln auf dem Boden ab. Sie legen bis zu drei Eier am Tag und etwa 1.200 Stück in ihrem Leben. Davon überleben meist in der Natur nur 100 Tiere. Die Eier sind hartschalig und erinnern in Form und Farbe an Pflanzensamen. Je nach Temperatur schlüpfen nach 2,5 bis 4 Monaten die kleinen Stabchrecken aus den Eiern. Bei 23°C geschieht dies nach etwa 80 Tagen und bei 16 bis 18 °C nach ungefähr 14 bis 20 Wochen. Die geschlüpften Heuschrecken werden auch als Nymphen bezeichnet. Die Entwicklung von der Nymphe bis zum Imago dauert drei bis acht Monate. In dieser Zeit häutet sich die Heuschrecke vier bis fünf Mal. Die Temperatur während der Eientwicklung entscheidet ob das Tier männlich oder weiblich wird. Wenn man ein bis zwei Wochen lang das Ei einer Temperatur von ungefähr 30 °C aussetzt entstehen öfter Männchen oder Intersexe. Wenn eine Stabschrecke intersexuell ist, tritt es z. B. als Männchen auf, hat aber weibliche Geschlechtsmerkmale oder umgekehrt.

Die Indischen Stabschrecke benötigt wenig Licht. Temperaturen von 18 bis 22 °C lassen die Zucht gut gedeihen. Je wärmer es wird, desto mehr vermehren sich die Insekten auch. Die Tiere haben gerne eine gute Luftfeuchtigkeit in ihrem Gehege. Auch aus diesem Grund sollte man das Gehege mit dem Wasserzerstäuber besprühen. Die Jungtiere sind sehr klein und können durch jeden noch so kleinen Spalt kriechen!

Die Größe des Terrariums sollte mindestens 60 Zentimeter hoch, 30 Zentimeter lang und 30 Zentimeter breit sein. Als Bodensubstrat kann man reine, ungedüngte Gartenerde verwenden, die immer leicht feucht gehalten werden sollte. Nun stellt man z. B. alte Marmeladegläser, die mit Wasser gefüllt sind, ins Terrarium und steckt einige Brombeer- oder Efeuzweige in die abgedichteten Gläser. Die Nahrung für die Stabschrecken sollte man jede Woche auswechseln. Sogar im Winter findet man noch überall Ranken von Brombeere und Himbeere. Die Tiere sollte man jeden Abend besprühen um die Luftfeuchtikeit hoch zu halten, da sich die Tiere sonst schlecht häuten können. Licht oder zusätzliche Wärme benötigen die Schrecken nicht, die Zimmertemperatur reicht völlig aus. Auch als Futtertiere für Reptilienhalter kann man die Tiere halten, da sie eine enorme Fortpflanzungsfähigkeit durch Parthenogenese besitzen.

Geschlechtsunterschiede:
Beide Geschlechter sind flügellos und stabförmig langgestreckt. In manchen Fällen haben die Weibchen ein kleines Hörnchen über dem vorderen Beinpaar. Ihre Antennen sind genauso lang wie die Vorderbeine. Die Farbe der Weibchen kann zwischen grün und braun schwanken, je nach Licht, Temperatur und Futter. Wenn es ausgewachsen ist sind die Innenseiten der Vorderbeine rötlich gefärbt. Das Männchen ist etwas graziler und meist dunkelbraun. Seine Antennen sind länger als die Vorderbeine. Die männlichen Carausius morosus werden fünf bis sechs Zentimeter groß und die weiblichen bis zu neun Zentimeter.

Sozialverhalten: Egal.
Akzeptiert Artgenossen und andere Arten. Kann daher auch gesellig gehalten werden.

Verhalten: Friedlich.
Gesellschaftshaltung eigentlich Problemlos. Friedliche Art, die allerdings einer aggessiven Art zum Opfer fallen könnte.

Schwierigkeitsgrad: Anfänger.
Einfach zu halten und zu füttern. Kaum Erfahrung notwendig.

Anmerkungen zum Lebensraum:
Diese Phasmiden lassen sich sehr gut in einem Terrarium halten und sind auch für Anfänger bestens geeignet. Die Indische Stabschrecke kann problemlos mit der Australischen Gespenstschrecke zusammen gehalten werden.

Beckentyp: Terrarium (Regenwald)
Nicht zu hohe Bodentemperatur, aber eine relativ hohe Luftfeuchtigkeit. Die Beleuchtung darf dabei nicht zu stark sein, da der Bodenbereich im Regenwald schattig ist.

Tipps zur Beckeneinrichtung:
Um zu verhindern, dass die Tiere in den Wassergefäßen der Pflanzen ertrinken muss man die Wasseroberfläche abdecken.

Quellennachweis:
Bild: A. Hauffe 5/2006
Text: Wikipedia.de / r-haemmerle.de / A.Hauffe / Katrin Engbrecht



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