Prambanan
Am nächsten Morgen verließen wir das Hotel um 8:30 nach einem guten Frühstück und fuhren zur Tempelanlage Prambanan.
Da wir früh dort waren, waren nur wenige andere Touristen und Souvenirverkäufer unterwegs.
Prambanan ist die größte hinduistische Tempelanlage Indonesiens, etwa 18 km östlich von Yogyakarta. Errichtet um 850, bald darauf verlassen und verfiel, wurde der Wiederaufbau ab 1918 begonnen; das Hauptgebäude wurde erst 1953 fertiggestellt. Ein Erdbeben am 27. Mai 2006 hatte schwere Schäden verursacht – inzwischen war die Anlage wieder geöffnet, aber um die Haupttempel herum zeitweise gesperrt.
Sultanspalast von Yogyakarta
Es war vermutlich der heißeste Tag unserer Reise (ca. 36 °C), unser Wasserverbrauch stieg enorm.
Gegen 10:30 fuhren wir zurück nach Yogyakarta und besuchten eine Künstler-Gemeinschaft, die seit den 1980er Jahren Batik-Wandbilder fertigte. Ich erwarb dort ein Bild (12 €) mit einem authentischen Rahmen. Bezahlen war auch per EC- oder Kreditkarte möglich.
Danach besuchten wir den Sultanspalast mit einer einheimischen Führerin – der Sultan hatte keine politische Macht mehr, war repräsentatives Oberhaupt.
Vogelmarkt in Yogyakarta
Anschließend gingen wir zum Vogelmarkt, wo allerlei Haustiere (Vögel, Flughunde, Fledermäuse, Schlangen, Schildkröten) verkauft wurden – Tierschützer hätten besser anderswo geschaut.
Danach besichtigten wir eine Batik-Manufaktur, in der feine Batikstoffe von Hand gefertigt wurden, und später eine Silberschmiede, in der wir uns Ohrringe kauften.
Ramayana
Um 17:30 kehrten wir ins Hotel zurück.
Nach Dusche und Frischmachen trafen wir uns um 18:30 zum Abendessen und zur Vorführung des Ramayana (~2 Stunden). Das Essen war hervorragend und die Gamelan-Band (zusammengenommen über 500 Jahre alt) spielte lebendig, das Schauspiel war beeindruckend.
Trotz einer deutschsprachigen A4-Erklärung verlor ich zwischendurch den Überblick und wusste nicht mehr genau, wer zu den Guten gehörte.
Den Abend verbrachten wir erneut an der Hotelbar bei Livemusik und Karaoke. Wir feierten den Abschied von zwei Mitreisenden, die nicht nach Bali weiterreisten, sondern nach Singapur zurückflogen.