Gegen 17 Uhr erreichten wir dann Addis Abeba. Hier machten wir erst einmal Halt an einem kleinen Supermarkt, um echte Äthiopische Kaffeebohnen (Arrabica) für Zuhause als Mitbringsel zu kaufen. Es war ja die letzte Möglichkeit dazu.
Im Anschluss fuhren wir wieder zum
Hotel Wabe Shebelle.
Um uns Frisch zu machen und zu Duschen erhielten wir für die ganze Gruppe zwei Tageszimmer in der 3. Etage. Da sich im Hotel an der Fahrstuhlsituation noch nichts geändert hatte, war das mit Koffern für mich
auf Krücken unerreichbar. Daher buchten wir uns ein Tageszimmer für uns alleine für 32 Dollar in der 4. Etage. Dort konnten wir uns nun in aller Ruhe fertig machen, Duschen und Koffer/Taschen für den Flug umpacken.
Um 19:30 Uhr trafen wir uns dann alle wieder in der Lobby. Es ging in einen große Halle ohne Fenster zum Abschiedsessen mit Folklore, wobei zwischen den einzelnen Gängen Tänze aufgeführt wurden. Gesungen wurde auch und die Stimmung war gut. In der Halle waren scheinbar zwischen 5 und 10 Reisegruppen aus allen Ländern zusammengekarrt worden.
Wir gehen an Bord der Boeing 737-800 der Turkish Airlines nach Istanbul
Gegen Mitternacht wurden wir dann abgeholt und zum Flughafen gebracht. Unsere Reiseleiterin durfte den Flughafen nicht betreten.
Beim Check in fragte Susanne nach einem Rollstuhl, doch sie hatten keinen (oder auch keine Lust, sich um so einen Mist außer der Reihe zu kümmern). Dann fragte Susanne für mich wegen einem Sitz am Gang mit Beinfreiheit rechts. Das würde gehen, sagte sie.
Bei der Ausreisekontrolle erwische ich dann den blödesten Sicherheitsmann des Landes. Er war der Meinung. Er müsse mein Bein und Gips mit festen Griffen nach versteckten Waffen abtasten bis ich ihn vor Schmerzen anschrie. Was ich ihm dann alles an Worten noch an den Kopf warf, möchte ich hier lieber nicht wiedergeben.
Die Boeing 737-800 der Turkish Airlines nach Istanbul (3-3er Aufteilung) startete um 2 Uhr Morgens. Einen Platz am Mittelgang hatte ich bekommen. Doch er war auf der falschen Seite. Obwohl anders zugesichert. Das war eben Afrika.
Turkish Airlines Airbus A330-300 nach Frankfurt
Auf dem Flug und nach dem Desaster mit dem Sitz lief Susanne nun zur Höchstform auf. Sie rief die Stewardess zu ihr und lies nicht eher locker, bis tatsächlich der Kapitän wegen mir und meinem Bein nach Istanbul funkte und meine Ankunft und das Umsteigen organisierte.
Es war unglaublich, was dadurch in Bewegung geriet. Mein Lob an die Turkish Airlines. Nach der Landung stand sofort ein Rollstuhl bereit. Ich wurde daraufgesetzt und in Windeseile durch den Flughafen geschoben. Susanne kam kaum hinterher. An allen Kontrollen konnten wir schnell vorbei und wurden nicht mal so wirklich kontrolliert.
Man schob mich in einen LKW mit Hubaufbau und fuhr mich zum Flugzeug, einem Airbus A330-300 (2-4-2 Aufteilung). Der Laderaum wurde gehoben und der Jet öffnete für mich eine Laderampe. So wurde ich bis zu meinem Sitz mit entsprechender Beinfreiheit gebracht.
Und ebenso klappte alles in Frankfurt. Hier stand sofort ein Golfcart bereit, der uns abholte und zur Gepäckausgabe brachte. Danach ging es mit dem ICE nach Hause. Meine Mami holte uns in Duisburg ab und war erstmal geschockt. Sie wusste ja nichts von meinem Unfall und wir hatten nichts am Telefon gesagt.