Geier mit ihrer Beute.
15.Tag (Di)
Wie immer mussten wir früh aufstehen und die Koffer packen, bevor wir zum Frühstück gingen. Dieses mal war das Frühstück auch annehmbar. Pünktlich um 8:30 Uhr brachen wir dann in den Süden des Landes auf. Das heutige Ziel war Awassa in 270 km Entfernung.
Im Süden von Addis Abeba gab es sehr große Industriegebiete. Es waren die größten des Landes. Unterwegs machten wir dann um 11 Uhr eine Kaffepause um 11 Uhr, dann ging es immer weiter und weiter in den Süden. Dabei fuhren wir auf einer Landstraße, die voller LKWs war. Die Straße war die einzige Verbindung von Addis Abeba nach Dschibuti an der Küste von der
Republik Dschibuti, da Äthiopien ja im Inland gelegen ist und keine eigene Hafenstadt hat.
Bei Adama verliessen wir diese Straße und folgten nun einer anderen in den Süden. Nun hatte sich auch die Landschaft um uns herum geändert: Hier standen viele Akazien und es gab auch viele interessante Vögel zu sehen. Allerdings wie in ganz Äthiopien keinerlei größere Säugetiere außer der üblichen Ziegen oder seltener mal ein paar Rinder.
Nashornvogel (Bycanistes brevis)
Zum Mittagessen hielten wir in einem recht guten Restaurant. Dort entschied ich mich für einen Fischburger und Susanne wählte eine Suppe.
Am Nachmittag gegen 17 Uhr waren wir dann in Awassa und bezogen unsere Zimmer im
"Hotel Tadesse Enjory" . Das Hotel war eigentlich gar nicht so schlecht, nur warum man den kleinen Fernseher direkt unter die 3 Meter hohe Decke geschraubt hatte, blieb und ein Rätzel.
Noch am späten Abend ging es dann zu einem kurzen Spaziergang und zur Vogelbeobachtung an den Awassa-See. Susanne ging mit, aber das war nichts für mich auf Krücken. Daher blieb ich im Zimmer und hatte das Glück, vom Balkon aus einen
Nashornvogel (Bycanistes brevis) zu fotografieren.
Den Abend verbrachten wir dann noch mit Willi und Kerstin in der Hotelbar. Zwischendurch viel zeitweise auch mal das Wasser und der Strom aus, aber dass war in diesem Land ja an der Tagesordnung.
Marabu (Leptoptilos crumenifer)
16.Tag (Mi)
Wie eigentlich jeden Morgen standen wir wieder um 6 Uhr auf, packten die Koffer und waren um 7 Uhr beim Frühstück, was auch mal wieder recht gut war. Um 8 Uhr saßen wir dann alle wieder in unserem Bus und fuhren zum Fischmarkt von Awassa.
Sehr viel spannendes gab es dort aber nicht zu sehen. Der Fang der Fischer von der Nacht und Morgenstunden wurde von deren Booten in Kisten entladen und auf eine Art Großmarkt in einer Halle gebracht. Andere Grillten auf offener Straße direkt einige ihrer Fische auf einem Holzkohlefeuer.
Überall liefen
Marabus (Leptoptilos crumenifer) ohne Scheu herum und waren immer auf der Suche, irgendwo einen Fisch oder Fischabfälle zu finden und zu fressen.
Die großen Storchartigen Vögel waren aber absolut nicht aggressiv und man konnte sich ihnen bis auf eine geringe Fluchtdistanz nähern.