Auf der Vulkaninsel Samosir im Tobasee.
Nach einer weiteren Stunde fahrt erreichten wir die kleine Stadt
Parapat mit ihrem Fährhafen.
Der Bus wurde entladen und die Koffer wurden durch Angestellte auf das Fährboot verfrachtet, da wir nun die nächsten Tage auf der Vulkaninsel
Samosir im
Tobasee verbringen sollten. Der Bus musste daher auf uns hier zwei Tage warten.
Das Fährboot "Felix 1" stand unserer Gruppe von nun an in den nächsten Tagen allein zur Verfügung.
Die Überfahrt dauerte 45 Minuten und wir legten an einem Steg direkt an den
Tabo Cottages gegen 16:00 Uhr an.
Wir bezogen unsere Zimmer (wobei wir eine tolle Erdgeschoss-Hütte mit Terrasse ergattern konnten) und trafen uns zwei Stunden später alle in der Lobby. Inzwischen war es dunkel geworden.
Heute war das Abendessen Inklusive, aber wir mussten erst mal 2 Kilometer auf unbeleuchteten Wegen zu Fuß dort hin gelangen.
Gut, dass ich meine starke Urbex-Taschenlampe dabei hatte...
Samuels-Restaurant in Tuktuk auf Samosir im Tobasee.
Hieng führte uns zu dem kleinen
Samuel-Restaurant an der Küste, dessen Inhaber ein persönlicher Freund von ihm war.
Hier wartete bereits ein Menü auf uns, dass heute Inklusive war.
Es gab zuerst für jeden eine Tomatensuppe, und danach ein Buffet mit Huhn, Tilapia, Glasnudeln und Gemüse.

Handyvideo
Noch beim Essen ergriff der Inhaber seine Gitarre und schon bald sangen alle mit. Franka wurde zur "Lady in red" und hinterher kam unser Reiseleiter mit auf die Bühne und sang. Als dann noch die Frau des Gastwirts aus der Küche mit auf die Bühne wechselte, war die Stimmung auf der Spitze. Es gab zum Abschluss noch für jeden einen Obstteller, und dann ging es im dunklen wieder aus den langen Fußweg zum Hotel.
Dort angekommen, setzten wir uns noch alle zusammen auf einen Cocktail oder ein Bier in dem Garten in eine offene Hütte. Leider gab es nur noch die eine letzte Runde, denn die Bar schloss schon früh. Daher schrieb ich noch auf der Terrasse vor unserem Zimmer meinen Bericht und wir gingen ins Bett.
Unterwegs mit der Felix 1 auf dem Tobak-See
6.Tag (Sa)Um 7:00 Uhr gab es Frühstück. Auf den Tisch kamen Toast und Waffeln, Schokocreme und Käse, aber es gab leider keine Butter. Die war wohl aus. Doch dafür war der Kaffe stark und gut.

Batak-Häuser in Ambarita
Anschliessend ging es zum Boot, das bereits am Steg bereit lag. Mit diesem fuhren wir etwa eine Stunde an der Inselküste entlang, bis wir in Ambarita fest machten. Hier gab es ein Museumsdorf mir schön restaurierten Batak-Häusern (
Ruma Batak) und megalithische Steinsetzungen, darunter Stühle und Tische, die früher als Versammlungs- und Gerichtsorte dienten. Auch rituell bedingte Hinrichtungen durch den Stamm der Siallagan wurden hier vollzogen.

Siamesische Kampffische in Plastiktüten
Mit dem Boot ging es weiter nach Simanindo, wo wir im Hafen festmachten und zuerst den Markt besuchten. Hier gab es unter anderem auch Siamesische Kampffische in Plastiktüten zu kaufen. Schade eigentlich, dass sie einen Heimtransport kaum überlebt hätte. Einige kauften hier günstig Gewürze für Zuhause ein. Dann schauten wir uns noch ein Museumsdorf an, dass aber noch Bewohnt wurde. Dabei war es brüllend heiß.
Sumatra rain
Eigentlich stand noch eine Besichtigung und Bootsfahrt zum Dorf Tomok an – hier liegt das alte Grab des Königs Sidabutar, aber wir stimmten ab und beschlossen, zum Hotel zurück zu fahren und den Programmpunkt auszulassen. Es war einfach zu heiß.

Wir basteln einen Kaffee
Als das Boot das Hotel erreichte, änderte sich das Wetter plötzlich und es begann zu regnen. Gut, dass wir den letzten Ort ausgelassen hatten. Wir beide kauften uns im Hotel frische Teilchen und kochten Kaffe in der Hütte. Dieses gab es dann zum Nachmittag auf unserer Terrasse. Trotz des Reges ging Susanne im Pool schwimmen und zog eisern 50 Bahnen durch. Ich ging derzeit Duschen und räumte mal meinen Koffer um für den nächsten Zwischenflug. Also schwere Sachen ins Handgepäck. Gegen 15 Uhr gab es im Garten eine Tanzvorführung, aber die musste in der Hotellobby fortgesetzt werden, nach dem alle Tänzerinnen klatsch nass waren.

a la carte Menü des Abends
Um 19 Uhr gab es dann Abendessen im Hotel. Entweder Buffet für 180.000 Rupien oder eben a la carte. Susanne entschied sich für das Buffet, ich dagegen für Fisch mit
Andaliman Sauce , Pommes und Salat. Der Fisch war scharf und sehr lecker. Bis 22 Uhr saßen wir dann mit den anderen in der Hütte von gestern und redeten über die Erlebnisse. Dann ging es ins Bett.
Blick über den Tobasee
7.Tag (So)Der Wecker ging um 6:30 Uhr, um 8:15 Uhr stellten wir die Koffer vor die Tür und um 8:30 Uhr ging es los. Unser Boot lag wieder bereit und wir fuhren 45 bis zum Hafen von Parapat auf dem Festland, wo bereits unser Reisebus bereit stand. Die Koffer wurden umgeladen und wir fuhren nun nach Norden in Richtung Medan.
Wir fuhren bis zu einem Aussichtspunkt hoch über dem See, wo wir eine 30 Minütige Pause einlegten, denn wir hatten es heute nicht eilig. Wir machten Fotos und genossen den Ausblick bei klarer Sicht.
Es ging weiter zu der Orchideenfarm "Cafe Anggrek Tiga Dolok", wo wir eine weitere Pause einlegten. Dort besichtigten wir die riesigen, überdachten Hallen und die prachtvollen Pflanzen, die hier auch gezüchtet wurden. Man konnte natürlich auch welche kaufen, aber wir hatten ja keine Möglichkeit, diese sicher nach Deutschland zu transportieren. Dort trank ich noch einen Cappuccino (ich erwischte den letzten, weil die Milch ausgegangen war) und es ging weiter.
Die Paten Fabrik mit Outlet-Store
Nächster Stopp war die Chinesische
Paten Fabrik, mit Outlet-Store, wo Erdnusskonfekt aller Geschmacksrichtungen hergestellt und verkauft wurden (in Indonesien eine sehr beliebte Marke). Es gab zu allen Produkten gut gefüllte Probierschalen, wo wir erstmal alles interessante versuchen konnten. Danach kauften wir je eine Schachtel Pong-Pong und Ting-Ting. Es gab auch Ak-Am, Teng-Teng Tong-Tong und Ping-Ping.
Beim Probieren zog Susanne aber auch eine Niete. Erdnuss mit Ingwer und Traubenzucker war dann doch nicht so ganz ihr Geschmack.
Nun ging es auf die Autobahn mach Medan, wo wir an einer Raststätte mit Supermarkt eine weitere Pause einlegten. Wir kauften uns Stütchen und Eiskaffee, denn es hatte heute ja kein Mittagessen gegeben.
Gegen Nachmittag erreichten wir Medan und fuhren durch den dicken Verkehr zum
Hotel Aryaduta, wo wir bereits auf der Hinreise übernachtet hatten. Dieses mal erhielten wir Zimmer 1029 ohne Balkon. Aber es war gleich eingerichtet. Sogar die Bilder an den Wänden.
Abendessen im "Tip Top"
Wir verabredeten uns alle für 18:00 Uhr in der Lobby, um zusammen Essen zu gehen. Hieng hatte uns das Restaurant "Tip Top" empfohlen, kam aber nicht mit, sondern übernachtete zuhause. Der Weg war einfach zu finden und wir bekamen auch einen großen Tisch, denn Hieng hatte uns bereits telefonisch angekündigt. Ich aß dort Shrimps mit red Pepper und Reis, Susanne paniertes Hähnchen süß-sauer, was sie sehr lecker fand, obwohl es ein wenig scharf war. Meines war auch prima. Für alles bezahlten wir zusammen mit Getränken 214.000 INR ( a. 10 Euro).
Nach 20 Minuten Fußweg waren wir dann wieder bei unserem Hotel, wo ich an der Bar noch ein Bintang trank. Dann ging es ins Bett.
8.Tag (Mo)Die Nacht war kurz, denn bereits um 5:00 Uhr ging der Wecker. Nach einem kurzen Frühstück starteten wir dann um 6:00 Uhr mit dem Bus zum Flughafen. Hier checkten wir im nationalen Bereich ein in eine Boeing 737-800 der Lion Air nach Jakarta ein. Wir hatten in Medan das Glück, als Gruppe eingecheckt zu werden. Daher waren die 286 Kilo OK. Pro Person waren nur 20 kg erlaubt und Susannes Koffer wog 25 Kilo. Meiner 20,6 kg. Also hatten andere leichteres Gepäck.