Mit dem Maliboro-Express nach Malang
11.Tag (Do)
Yogjakarta Hauptbahnhof
Wir konnten mal bis 7:30 ausschlafen, denn der heutige Zeitplan war nicht so eng.9:15 Uhr stellten wir die Koffer vor die Tür zur Abholung und um 9:45 saßen wir wieder im Bus. Es ging zum Bahnhof von Yogjakarta. Hier luden wir die Koffer aus dem Bus und einige Leute von uns, darunter Susanne, tippten die Nummern von unseren reservierten Fahrkarten in die Automaten ein. Bald hatte jeder einen Fahrausweis zweiter Klasse mit reserviertem Sitzplatz und wir gingen mit den Koffern zum Gleis 3, wo der Maliboro-Express nach Malang bereits angekündigt war. Die Strecke war noch nicht elektrifiziert, Daher wurde der Zug von einer mächtigen Diesellok mit Nase gezogen. Es gab drei Klassen. Die Sitze der 2.Klasse waren aber weicher und es gab viel Beinfreiheit im Gegensatz zur 3.Klasse. Wir hatten Wagen drei mit den Plätzen 9a und 9b, wobei die Gruppe aber zusammen saß.
Bei einem Halt um 13:00 wurde an dem Bahnhof uns das Mittagessen in den Zug gebracht, das Huli bestellt hatte. Es gab einen Indonesischen Mix aus allem. Reis, Nudeln, Fleisch vom Huhn, Salat, Gemüse und zum Nachtisch gebackene Bananen. Alles war frisch zubereitet und schmeckte wirklich sehr gut.
Nach sieben Stunden Fahrt erreichten wir dann die Endstation
Malang, wo wir mit den Koffern ausstiegen.
Auf dem Weg zum KingKong-Hill um Mitternacht.
Da der Bahnhof tiefer lag als die Straße, mussten wir die Koffer einige Rampen hoch schieben. Wirklich kräftezehrend. Draußen angekommen regnete es, und beim Schieben des Koffers trat ich zum guten Schluss noch in eine tiefe Pfütze. Mit nassen Füssen erreichten wir einen grünen Bus mit 30 Sitzplätzen, in den der Fahrer und sein Gehilfe unsere Koffer verluden. Als alles geladen war, ging es nun in einer 20 Minütigen Fahrt zum Hotel
Santika Premiere. Hier bezogen wir unsere Zimmer und trafen uns mit einigen anderen Reisegefährten an der Bar auf ein Bier. Um 21:00 gingen wir dann auf unser Zimmer, wo ich mir noch ein weiteres Bier gönnte, das ich an der Bar gekauft und mitgenommen hatte (schwierige Operation, scheinbar wollte noch nie ein Gast des Hotels sowas). Ich schrieb noch den Reisebericht, und dann ging es um 23:45 wieder zum Treffen in der Lobby, wo Kaffe und Tee bereit standen, denn heute Nacht wurde nicht geschlafen.
12.Tag (Fr)Der Reisebus brachte uns zu einem Parkplatz, wo bereits vier Toyota Landcruiser bereit standen. Wir stiegen ein und die Fahrt auf den KingKong-Hill begann im dichten Nebel. Bald war die Straße zu Ende und es war kaum die Hand vor Augen zu sehen. Dabei kurvte der Fahrer um riesige Pfützen durch den Schlamm auf der Schotterpiste über eine Ebene, die endlos erschien. Dann ging es weiter den Berg hinauf, wo es wieder eine Straße gab.
Sonnenaufgang über dem Vulkan Bromo auf Java.
Irgendwann endete die Straße und es ging nur noch zu Fuß weiter. Bald erreichten wir eine Hütte, wo es heißen Kaffee zu kaufen gab. Ein kostenpflichtiges Klo gab es auch. Hier oben auf fast 3000 Metern war waren es nur 10°. Mir zwei Jacken übereinander und heißem Kaffee warteten wir hier nun auf den Sonnenaufgang über dem Vulkan
Bromo.Doch wir waren nicht allein. Menschenmassen sammelten sich nach und dach an den verschiedenen Hütten und Aussichtspunkten.
Dann ging endlich die Sonne auf. Wir machten unsere Fotos und als wir alle zufrieden und durchgefroren waren, kaufte ich noch einen Kühlschrankmagnet und wir schlugen uns durch die Menschenmassen wieder zum Wagen durch. Es war ein heilloses Chaos auf der Straße, die restlos vollgeparkt war. Nur gut, das unser Fahrer bereits vor dem Einparken den Wagen gewendet hatte.
Die Fahrt ging hinunter bis auf 2100 Meter. Hier parkten wir wieder in dichtem Nebel in der Reihe vieler anderer Geländewagen ein und stiegen aus.
Am Fuß des Bromo
Wer wollte, konnte nun eine 2 Km Wanderung zum Fuß des Bromo unternehmen oder sich ein Pferd leihen und dort hin mit einem Führer reiten. Am Ende des Weges ging es dann noch mal 248 den Berg hinauf bis zum Kraterrand.
Wir beide entschieden, im Basiscamp zu bleiben, aber fast alle anderen endschieden sich für die Wanderung.
Wir nutzten die Zeit, um ein Stück in den Nebel zu wandern und beobachteten die Reiter. Es gab auch Schimmel mit rosa gefärbten Mähnen und rosa Sattel für echte Mädchen. Zum Glück war noch keiner auf die Idee gekommen, ihnen ein Einhorn anzukleben.
Als alle wieder da waren, stiegen wir in die Land Cruise. Inzwischen hatte die Sonne über den Nebel gesiegt und es wurde im kürzester Zeit wieder brüllend heiß. Die Fahrt ging weiter zu einem Aussichtspunkt in der Ebene, wo wir einen erneuten kurzen Halt machten. Die Aussicht von hier war wunderbar.
Doch waren alle inzwischen übermüdet und wünschten sich nur noch ein gutes Frühstück mit Kaffee. Es dauerte aber noch 2 Stunden, bis wir endlich den Umsteigepunkt erreichten, wo unser Bus stand. Dort Frühstückten wir erstmal auf deren Terrasse hinter dem Haus aus den Lunchboxen, die vom Hotel mitgegeben wurden. Kaffee machte uns eine Angestellte der Geländewagenagentur.
Im Hotel Santika Premiere
Nach zwei weitern Stunden Fahrt waren wir dann wieder im Hotel
Santika Premiere. Inzwischen war es 11:00 Uhr.
Wir beide schliefen auf dem Zimmer sofort ein und wachten erst um 15:00 Uhr wieder auf. Leider hatte es zu Regnen begonnen (Auf Java regnet es eigentlich täglich, wie auf Sumatra). Doch Susanne ging trotzdem im Pool Schwimmen. Egal, Hauptsache die Lufttemperatur bleibt bei 32 Grad. Da machte der Regen nichts aus.
Für den Abend hatte uns Huli ein Chinesisches Restaurant in der Nähe empfohlen und dort einen Tisch bestellt. Er selbst kam nicht mit, doch er riet uns, nur bekannten Speisen wie Reis oder Nudeln mit Gemüse und Huhn zu bestellen. Natürlich missachteten wir seine Empfehlung und Susanne bestellte sich Garnelen und ich irgendwelche Garnelen in gepufften Teig. Alles schmeckte aber sehr gut und ist uns auch gut bekommen.
Dann ging es auf den Heimweg zum Hotel. Ausgerechnet mir passierte da in der Dunkelheit auf dem Bürgersteig ein Missgeschick. Fast immer war ich überall abends mit einer Taschenlampe vorweg gegangen. Nur an diesem Tag hatte ich sie nicht dabei. Auf einer dunklen Stelle des Bürgersteigs fehlte eine Platte über der Kanalisation. Ich trat ins leere und viel hin. Dabei schlug ich hart auf der Kante mit dem Bein auf und blieb erstmal benommen im Regen liegen. Glücklicherweise hatte ich es noch verhindern können, komplett in das Loch zu fallen. Zwei der Mitreisenden halfen mit dann zurück zum Hotel.