Flug nach Cumaná mit SASCA Airlines in einer Jetstream 31
2.Tag (Do) Nach dem Frühstück brachte uns der Bus von gestern wieder zum Flughafen. Kurz darauf begann unser Flug nach Cumaná mit
SASCA Airlines in einer uralten
Jetstream 31. An einem Triebwerk war eine Klappe mit Panzerklebeband befestigt. Ich fragte mich, ob das so
IATA-Konform war, aber das störte hier eh niemand. Das Flugzeug mit 18 Sitzen und 1-2 Aufteilung der Sitzreihen brachte uns aber sicher nach Cumaná auf dem Festland.
Die 10 kg Gepäck für die Rundreise wog im Flughafen keiner nach (auch auf den weiteren Inlandflügen nicht) und nach der Landung stellte ich dazu fest, das ich noch mein Taschenmesser an einer Kette in meiner Hosentasche hatte. Aber auch das interessierte hier niemanden.
Im kleinen Flughafen von Cumaná trafen wir dann unseren Reiseleiter Freko. Er stammte aus den Niederlanden, lebte aber bereits viele Jahre in verschiedenen Ländern Südamerikas. Sein Standardspruch lautete "
Sie hatten Abenteuer gebucht". Hier erwartete unsere Reisegruppe auch wieder ein Reisebus, und die Tour ins Inland begann.
Ein fleischfressender Papagei.
An einer typischen, kleinen Raststätte an der Landstraße in den Süden machten wir Pause und gönnten uns erst mal einen guten , heißen und starken Kaffee. Den konnten sie hier gut. Danach ging es weiter zum Stausee Clavellino. Dieser war ein wichtiger künstlicher See im Bundesstaat Sucre im Norden von Venezuela. Er liegt in einer bergigen Region und diente als essenzieller Wasserspeicher zur Trinkwasserversorgung der umliegenden Gemeinden sowie der Nachbarinsel Margarita.
Weiter ging es über die Turimiquire Berge ins Landesinnere, vorbei an typischen Dörfern und abwechslungsreicher Landschaft bis nach Caripe. Hier machten wir eine weitere Pause und aßen erst mal zu Mittag. Es gab in dem Restaurant einige Interessante Haustiere wie einen Tukan und verschiedene Papageien zu bewundern. Besonders einen kleinen, Anhänglichen grünen Papagei (
Blaustirnamazone), der sich am liebsten mit Fleisch füttern lies und geschickt dieses von unseren Tellern fischte.
Diese Gegend wird auch der" Garten des Ostens" genannt, berühmt wegen seiner vielfältigen Frucht- und Kaffeeplantagen.
Die Guanácho Höhle, die bereits Alexander von Humboldt 1799 erforschte.
Als nächstes ging es zur
Guanácho Höhle, die Alexander von Humboldt 1799 erforschte. Sie ist mit (mind.) 10,2 km Länge größten Tropfsteinhöhle Südamerikas. Humboldt erkannte, dass tausende von
"Fettvögel"(Fettschwalm "Steatornis caripensis"), welche in der Höhle leben, zu einer unbekannten Vogelart gehören. Humboldt benannte die fruchtfressende, nachtaktive Art nach dem Dorf Caripe.
Der Fettschwalm oder auch Guácharo ist die einzige rezente Art der Vogelfamilie der Fettschwalme (Steatornithidae). Die monotypische Einordnung in eine eigene Familie ist darauf zurückzuführen, dass der Fettschwalm sehr ungewöhnlich ist. Die meisten Fettschwalme nisten in Höhlen oder zwischen Felsen, seltener auch in Bäumen. Sie sind die einzigen flugfähigen, nachtaktiven Vögel, die sich von Früchten ernähren. Sie haben einen besonders angepassten Sehsinn und gehören zu den wenigen Vogelarten, die sich durch Echoortung wie Fledermäuse orientieren können.
Uns wurde empfohlen, in der Höhle eine Kopfbedeckung zu tragen, da die Vögel öfters mal etwas fallen lassen würden. Weiterhin gab es in der Höhle kein Licht. Nur ein Freko bekam eine Öllampe.
Nach der Besichtigung ging es mit dem Bus zum
Hotel Pueblo Pequeño, wo das Abendessen heute inklusive war. Leider hatte es zu regnen begonnen.